Die Vatikanischen Museen: Meisterwerke

Seit der Renaissance ist Rom geprägt von einem Wettstreit, einem Wettstreit um die Kunst. Denn seit dieser Zeit beginnen die Päpste und besonders ihre Nepoten vermehrt damit die Kunst als eine Legitimationsgrundlage des religiösen und politischen Handelns in den Dienst zu nehmen. Die Ausstattungskampagnen von Kirchen und Palästen, aber auch die großen Bilder- und Antikensammlungen belegen, wie sehr es den Päpsten und ihren Familien darum ging, weltliche und geistliche Machtansprüche im Medium der Kunst zu verewigen. Die Ausgestaltung des päpstlichen Palastes und die Anlage der vatikanischen Sammlungen bringen dieses Bemühen um „mediale“ Öffentlichkeit in einzigartiger Dichte und Kontinuität zur Anschauung. Das geht von der humanistischen Vereinnahmung des Laokoon durch Julius II. bis hin zur Architektur des Petersplatzes durch Gianlorenzo Bernini unter Alexander VII.